Kirchenkreis fördert vier innovative Projekte mit insgesamt 246.900 Euro

Der Kirchenkreis Essen fördert in den nächsten Jahren vier innovative kirchliche Projekte mit 246.900 Euro – das hat der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises auf seiner letzten Sitzung beschlossen. Die Fördermittel stammen aus dem Innovationsfonds, den die Kreissynode für Projekte zur Umsetzung der neuen Kirchenkreiskonzeption eingerichtet hat.

Die Kirchenkreiskonzeption „Gemeinsamen verantworten. Vielfältig gestalten. Mutig Verändern“ hatte die Kreissynode im Herbst 2016 mit großer Mehrheit beschlossen und gleichzeitig einen Innovationsfonds eingerichtet, der über Finanzmittel in Höhe von einer Million Euro verfügt. Diese Mittel sollen in drei Jahren – von 2018 bis 2020 – in jeweils halbjährlichen Antragsphasen vergeben werden. Um eine finanzielle Unterstützung können sich Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste des Kirchenkreises, aber auch Einzelinitiativen und Gemeindegruppen mit ihren innovativen Projekten bewerben. In der ersten Antragsphase wurden 13 Anträge eingereicht, von denen jetzt zunächst vier bewilligt wurden.

Bewilligte Anträge und Fördersummen

1. Projekt „Ehrenamtsmanagement“: Mit diesem Projekt soll in drei Schritten (Bestandsaufnahme / Konzeptentwicklung / Anbahnung einer sinnvollen Infrastruktur) evaluiert und konzipiert werden, wie durch ein Ehrenamtsmanagement im Kirchenkreis bestehende Strukturen ehrenamtlicher Arbeit sinnvoll und wirksam vernetzt und Ehrenamtliche gewonnen, begleitet, vernetzt und gewürdigt werden können. Dauer des Projekts: 2 Jahre. Förderhöhe 2018: 78.200 Euro / 2019: 75.700 Euro.

2. Projekt „Internationale Gemeinde“: Mit diesem Projekt nimmt die Evangelische Kirche in Essen Christinnen und Christen aller Nationen im Kirchenkreis in den Blick. Sie fördert ihre Integration durch Mitwirkung in Gottesdiensten sowie durch persönliche Begleitung im Alltag und durch gezielte Tauf- und Glaubenskurse. Das Projekt ist am Weigle-Haus angesiedelt. Dauer des Projekts: 3 Jahre. Förderhöhe 2018 bis 2020 pro Jahr: 15.000 Euro.

3. Projekt „Ökumenische Segensfeiern für Neugeborene“: Mit diesem Projekt sollen die bestehenden ökumenisch gestalteten „Segensfeiern für werdende Eltern“ durch ebenfalls ökumenisch durchgeführte „Segensfeiern für Neugeborene“ weiterentwickelt werden. Ehrenamtliche werden eingeladen und begleitet, um an diesen Segensfeiern mitzuwirken. Dauer des Projekts: 2 Jahre. Förderhöhe 2018 bis 2019 pro Jahr: 10.750 Euro.

4. Projekt „Alle sind Stadt“: Mit dem Projekt „Alle sind Stadt“ fördert die Evangelische Kirche in Essen das Projekt KD 11/13 – Zentrum für Kooperation und Inklusion e.V. in Altenessen. KD 11/13 ist ein interreligiös, interkulturell und inklusiv aufgestelltes Projekt in den Räumen des ehemaligen evangelischen Walter-Wolf-Gemeindehauses in Altenessen-Karnap. Das im Rahmen des Innovationsfonds bewilligte Projekt „Alle sind Stadt“ ist ein Teil des Gesamtprojekts KD 11/13 und hat das Ziel aufzuzeigen, wie die Evangelische Kirche im gesellschaftlichen und interreligiösen Kontext zukunftsweisend handelt. In einem Dialogprozess sollen hierbei tragfähige Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren der Evangelischen Kirche, anderen Religionsgemeinschaften und der Stadtgesellschaft aufgebaut, Modellprojekte entwickelt und deren Umsetzung auf den Weg gebracht werden. Dauer des beantragten Projekts: 3 Jahre. Einmalige Förderhöhe für 2018: 26.500 Euro.

Mit diesen vier vom Kreissynodalvorstand bewilligten Anträgen werden in der ersten Antragsphase 130.450 Euro aus dem Innovationsfonds ausgeschüttet. Da es sich um mehrjährige Anträge handelt, beläuft sich die gesamte einzuplanende Fördersumme auf 246.900 Euro.

Die Antragsphasen laufen halbjährlich. Die zweite Antragsphase endet am 30. Juni 2018. Der Kreissynodalvorstand freut sich auf eine Vielzahl weiterer Anträge an den Innovationsfonds. Grundsätzlich gilt, dass abgelehnte Anträge – nach entsprechender Überarbeitung – erneut gestellt werden können. Das Antragsformular und ein Leitfaden mit den Bewilligungskriterien (Muss-Kriterien und Soll-Kriterien) finden Interessierte auf der Seite Materialien. Rückfragen zur Antragstellung beantwortet Pfarrerin Michaela Langenheim unter Telefon 0201 2205-850, Mail michaela@langenheim.de.

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